Warum Welternährer?

Warum Welternährer?

Welternährung ist existenziell!

Dazu ein Faktum zum Nachdenken: Um den steigenden Bevölkerungszahlen und Ansprüchen gerecht zu werden (heute ca. 7 Milliarden Menschen), müssen bis zum Jahr 2050 weltweit nach jüngsten Einschätzungen der FAO (der Welternährungsorganisation) doppelt so viel Nahrungsmittel erzeugt werden wie heute.

Es geht um unsere Lebensgrundlage!

Im Mittelpunkt der Welternährung stehen die Bauern, die auf Acker- und Grünlandflächen Nahrungsmittel erzeugen. Etwa eine Milliarde Menschen arbeiten weltweit in der Landwirtschaft. Dabei sind zukünftig vielfältige Herausforderungen zu bewältigen:
Wie können wir für eine weltweite Ernährungssicherung sorgen? Wie erhalten wir die weltweite Bodenfruchtbarkeit? Wie wollen wir unsere Tiere halten? Wie nutzen wir den technischen Fortschritt? Wie lassen sich die Erträge steigern? Was können wir gegen Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschädlinge tun? Wie gehen wir mit dem Klimawandel um? Macht es Sinn, Biokraftstoffe zu produzieren? Wie wollen wir uns ernähren? Wie lässt sich der stetige Verlust landwirtschaftlich nutzbarer Flächen stoppen? Und viele weitere!

Nachhaltigkeit als globale Herausforderung!

Welternährung ist heute aufgrund der internationalen Märkte eine globale Herausforderung. Auch auf den landwirtschaftlichen Flächen in Mecklenburg-Vorpommern werden heute schon Agrarprodukte für den Weltmarkt erzeugt, z.B. Getreide, das in Länder außerhalb der Europäischen Union exportiert wird. Insgesamt wird es zukünftig mehr denn je um „Nachhaltigkeit“ gehen, d.h. Themen wie Verbraucherschutz, Tierschutz, Qualitätssicherung sowie ökonomische, ökologische und soziale Bedürfnisse sind zu stärker zu berücksichtigen.

Welternährer in Neubrandenburg!

Die Studierenden der Agrarwirtschaft in Neubrandenburg werden insofern zu „Welternährern“ ausgebildet, da sie von der Erzeugung von Agrarprodukten über deren Weiterverarbeitung bis hin zum weltweiten Handel das globale System des Agribusiness intensiv kennenlernen und zu Experten ausgebildet werden. Als Absolventen der Agrarwirtschaft nehmen Sie einen wichtigen Platz im globalen Gefüge der Welternährung ein.

Was ist eigentlich „Agrarwirtschaft“?


„Agrarwirtschaft“ ist eigentlich ein anderer Begriff für „Landwirtschaft“. Ziel der Agrarwirtschaft ist die Herstellung von pflanzlichen und tierischen Produkten. Zu diesem Zweck werden landwirtschaftliche Flächen wie Äcker, Felder und Weideflächen bewirtschaftet und landwirtschaftliche Nutztiere gehalten. Als Wirtschaftszweig zählt die Agrarwirtschaft zu den ältesten Wirtschaftsformen der Menschheit.

Heute wird Agrarwirtschaft häufig auch als Agribusiness bezeichnet, d.h. neben der Landwirtschaft zählt hier auch der sogenannte „vorgelagerte“ Bereich (z.B. Saatgut, Landtechnik, Tierzucht usw.) und der „nachgelagerte“ Bereich (z.B. Handel, Weiterverarbeitung, Lebensmittelherstellung usw.) dazu.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Studium der „Agrarwirtschaft“ und der „Agrarwissenschaften“?

Beide Begriffe meinen grundsätzlich das Gleiche, nämlich die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Themenfeld „Landwirtschaft“. Der Begriff „Agrarwirtschaft“ soll dabei auf den stärkeren Praxis- und Anwendungsbezug im Studium aufmerksam machen, d.h. durch vielfältige Praktika, Exkursionen und Projektseminare erhält man einen intensiven Einblick in die landwirtschaftliche Praxis und das Agribusiness.

 

Hochschule Neubrandenburg

FB Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften
Brodaer Str. 2
17033 Neubrandenburg